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30.06.2019 wJC-1 holt den B-Pokal in der Hitzeschlacht auf den Lübecker Handballtagen

Geschrieben von Jan zF.. Veröffentlicht in WJC-1

Am vergangenen Wochenende stand mal wieder eines der Highlights der Turnierkalenders auf dem Programm: die internationalen Lübecker Handballtage.

Voll motiviert reisten am frühen Freitagnachmittag die Spielerinnen in der Ernestienschule an – eine Unterkunft die man bereits kannte, da wir auch letztes Jahr dort einquartiert waren. Der Hintergedanke war, dass man dadurch wieder das Frühstück direkt vor Ort haben würde – dachte man zumindest. Weit gefehlt, der Frühstücksstandort war in diesem Jahr leider aufgegeben worden und so musste man zum Start in den Tag dann doch die Lohmühle ansteuern. Und zwei weitere schlechte Nachrichten gab es bereits vor Turnierbeginn: Neben den ohnehin bereits länger feststehenden Abwesenheiten von Caro (Urlaub) und Lisa S. (spielte das Turnier noch mit der WJC2) fielen kurzfristig noch Emilia (verletzt) und Marla (krank) für das Turnier aus.

Aber der Reihe nach: Nachdem sich alle Bargteheider Teams in den zugeteilten Klassenräumen eingerichtet hatten, ging es los zur Eröffnungsparade, die vom Holstentor zum Buniamshof führte.

Gefühlt war der Marsch deutlich angenehmer als im vergangenen Jahr, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass wir dieses Mal keine Taschen mitzuschleppen hatten, da wir erst am Samstag das erste Spiel zu absolvieren hatten. Trotzdem wollten wir uns am Freitag bereits einige Spiele der anderen Teams aus Bargteheide ansehen und so sahen wir unsere MJC, MJD1 und WJC2 in das Turnier starten. Anschließend machten wir uns auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft, um uns am eigens mitgebrachten kalten Buffet zu bedienen. Der Freitag wurde ruhig beendet, denn am Samstag war um 05:30 Uhr Aufstehen angesagt. In entsprechend müde Gesichter blickte man am Samstagmorgen als wir uns auf den Weg zum Frühstück machten. Glücklicherweise war die Müdigkeit bereits nach dem Frühstück weitestgehend verflogen und wir konnten uns auf unseren Turnierstart am Buni freuen. Die Gegner in der Gruppe am Samstag hießen in genau dieser Reihenfolge: VfL Fredenbek II, TSV Groß Grönau, Stavenhagener SV, TV Hersfeld, TSV Alt Duvenstedt II und HSG Tills Löwen.

Die ersten beiden Gruppenspiele konnten wir ohne nennenswerte Probleme mit 9:5 gegen Fredenbek und 12:1 gegen Groß Grönau gewinnen. Nachdem wir uns im ersten Spiel noch etwas finden mussten, kam im zweiten Spiel der Tempoexpress bereits richtig ins Laufen. Für das dritte Spiel gegen den Stavenhagener SV war klar, dass dieser Gegner eine ganz andere Hausnummer werden würde. Dies bestätigte sich auch und wir konnten nur in den ersten 10 Minuten mithalten, bevor wir den Gegner davon ziehen lassen mussten und mit 6:12 verloren. Eine extrem offensive Mittelspielerin des Gegners machte uns im Angriff das Leben schwer, wodurch wir einige Bälle verloren und Gegenstöße kassierten. Im Prinzip wurden wir in diesem Spiel mit der Abwehr geschlagen, die wir selbst spielen. Auch wenn das Spiel verloren ging war es vermutlich das Spiel, aus dem wir am Wochenende am meisten gelernt haben, wie sich im Turnierverlauf herausstellen sollte. Leider verletzte sich Celine in dem Spiel auch noch am Rücken und konnte zunächst nicht weiter eingesetzt werden.

Weiter ging es mit einer kleinen Mittagspause für uns, die genutzt wurde, um etwas zu essen und den Platz zu wechseln, denn weiter ging es am Nachmittag auf der Lohmühle mit dem Spiel gegen den TV Hersfeld. In dieser Begegnung konnten wir die vorherige Niederlage aus den Klamotten schütteln und gewannen souverän mit 13:1. Bereits jetzt war klar, dass sich der dritte Platz, der zum A-Pokal berechtigte zwischen unserem nächsten Gegner (TSV Alt Duvenstedt II) und uns entscheiden würde. Mit einem Sieg würde man und den A-Pokal einziehen und bei einer Niederlage als Gruppenvierter in den B-Pokal. Um es kurz zu machen: Alt Duvenstedt II war ganz offensichtlich eigentlich Alt Duvenstedt I (nur die Mannschaftsbezeichnungen waren vertauscht) und sie waren uns körperlich deutlich überlegen. Sie gewannen das Spiel verdient mit 10:7. Was noch ausstand war das Spiel gegen einen alten Bekannten, die SH-Liga Truppe der HSG Tills Löwen. Dieses Spiel sollte einen überraschenden Verlauf nehmen. Man musste vor dem Spiel davon ausgehen, dieses Spiel am Ende nicht gewinnen zu können, aber die Mannschaft belehrte das Trainerteam eines Besseren und lieferte gestützt auf eine grandiose Vorstellung von Maxi im Tor mit einem irren Kampfeswillen beim 9:8 Sieg ihr Meisterstück des bisherigen Turnierverlaufs ab.

Die Rechnung um den dritten Platz in der Gruppe musste dadurch neu aufgemacht werden. Das Torverhältnis entschied am Ende zwischen Alt Duvenstedt und uns. Dieser Vergleich ging aber mit +15 Toren deutlich an die Duvenstedterinnen. Somit waren wir für den B-Pokal qualifiziert. Offensichtlich hatten wir eine der stärkeren Vorrundengruppen erwischt, denn mit 4 Siegen und nur 2 Niederlagen B Pokal zu spielen, war schon eher ungewöhnlich. Ein weiterer Beleg dafür sind die späteren Platzierungen der in der Gruppe vor uns Platzierten: Stavenhagener SV (2. Platz A-Pokal), HSG Tills Löwen (3. Platz A-Pokal) und TSV Alt Duvenstedt (ausgeschieden im A-Pokal Viertelfinale gegen den späteren Turniersieger im A-Pokal aus Litauen).

Am Sonntag ging es somit mit der Devise in den Turniertag, im B-Pokal möglichst weit zu kommen und die Chance, Einiges zu erreichen, war groß.

Wir starteten nach dem Frühstück auf der Lohmühle zum Sechzehntelfinale auf dem Buni gegen den MTV Dänischenhagen. Das Spiel wurde durch sauberen Tempohandball mit 15:1 gewonnen werden. Nachdem wir das anschließende Spiel unser WJC2 verfolgt hatten, ging es dann auf zur Lohmühle, wo unser Achtelfinalgegner, Mumbai Mahanagar aus Indien auf uns wartete. Eigentlich auf dem Papier ein machbarer Gegner, nur hatten sie ihr Sechzehntelfinale mit 11:2 sehr deutlich gegen den MTV Lübeck II gewonnen, was durchaus überraschend war. Der Gegner spielte eine extrem defensive 6:0 Abwehr und so mussten wir unseren Erfolg einmal mehr im Tempohandball suchen. Zu Spielbeginn taten wir uns gegen den unorthodox spielen Gegner sehr schwer und kamen nur langsam in Tritt. Mit zunehmender Spielzeit setzten wir uns deutlicher ab und gewannen am Ende mit 12:3.

Der nächste Gegner im Viertelfinale stand erst ganz kurz vor Anpfiff fest. Es war TuS Lübeck. Bereits in deren Achtelfinale hatte sich gezeigt, dass diese Mannschaft körperlich eher das Kaliber einer B-Jugend hatte aber dafür extrem unbeweglich war. Klare Ansage war, dass die Deckung extrem offensiv stehen sollte, um über Ballgewinne schnelle Tore zu erzielen und nicht gegen die gegnerische 6:0 Mauer spielen zu müssen. Dieses Konzept ging sehr gut auf. TuS war mit unserer Schnelligkeit und Technik vollkommen überfordert und wir gewannen 18:3.

Nun ging es ans Eingemachte – im Halbfinale wurden wir das erste Mal an diesem Turniertag so richtig herausgefordert. Gegner war der TV Dinklage, eine völlige Unbekannte. Das Spiel gestaltete sich eng und körperlich hart. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Die Ausgangssituation wurde nicht besser als Lian beim Torwurf gefoult wurde und auf den Hinterkopf fiel, sodass sie nicht weiterspielen konnte. Improvisation im Rückraum war angesagt. Tessa spielte nun im rechten Rückraum und machte ihre Sache, nicht zum ersten Mal im Turnierverlauf, sehr gut. Darüber hinaus konnte Lisa als Rechtshand über die frei gewordene Rechtsaußenposition einige schöne Tore erzielen. Die gesamte Mannschaft kämpfte bis zum Umfallen und gewann am Ende verdient mit 11:7. Das Finale war somit erreicht und die Chance zum Greifen nahe. Bei Lian sah es leider vor dem Finale nicht gut aus und eigentlich war der Einsatz nicht möglich. Somit durfte Tessa gleich dort weitermachen, wo sie im Halbfinale aufgehört hatte, nämlich auf Rückraum rechts. Wir konnten auch in dieser nicht wirklich eingespielten Formation mit dem Gegner, SG Adendorf/Scharnebeck mithalten aber uns nicht absetzen. Nach der Hälfte des Spiels schien es, als würde der Gegner die Oberhand gewinnen. Genau zu diesem Zeitpunkt meldete sich Lian einsatzbereit. Kurze Absprache, dann die Entscheidung das vertretbare Risiko in Kauf zu nehmen. Wir entwickelten fortan wieder mehr Druck im Rückraum und konnten die Räume in den Schnittstellen zwischen den Halbpositionen und der Mitte besser nutzen als noch im Gruppenspiel gegen Stavenhagen. Darüber hinaus kamen unsere Außen zu einigen guten Einwurfmöglichkeiten, die größtenteils eiskalt genutzt werden konnten. So setzten wir uns leicht ab und gewannen am Ende mit 10:7 gegen einen guten Gegner. Das anschließende Gefühl als sich die Jubeltraube bildete war einfach nur genial. Auf der abschließenden Siegerehrung wurden Socken als Preis und Urkunde sowie Pokal entgegen genommen.

Fazit des Turniers: Lisa O. und Laureen fügten sich bei ihrem ersten richtigen Turnier mit uns super in die Mannschaft ein und zeigten bereits jetzt, dass sie eine super Verstärkung sind. Die Außen treffen nach einem kurzen Durchhänger wieder in den Winkel. Das Tempospiel, bei dessen Erwähnung viele Spielerinnen gerne das Gesicht verziehen, kommt immer besser zum Tragen, weil auch die Langpässe genauer werden. Die Rückraumachse Lian – Mona – Laureen zeigte einige schöne Kombinationen und entwickelte immer mehr Zug zum Tor. Tessa kann auch Rückraum und auch das Kreisläuferspiel kommt wieder ins Rollen, was durch schöne Tore und einige herausgeholte 7 Meter von Anna Léna und Svea belegt wurde. Darüber hinaus hatten wir über das gesamte Turnier eine super Abwehrleistung, bei der sich gegenseitig geholfen wurde und zwei super Torhüterinnen, die zur Stelle waren, wenn doch etwas durchkam. Der Grundstein für die kommenden Aufgaben ist somit gelegt und wir werden nun noch weiter daran arbeiten, die Absprachen in der Abwehr zu verfeinern und unsere Kombinationen im Angriff serienfertig zu machen.

Vielen Dank an alle Daumendrücker, Helfer und Unterstützer am Seitenrand oder auch von zu Hause und vor allem auch an diejenigen, die uns bei der Hitze mit Erfrischungen versorgt haben!

Unser nächster Auftritt wird voraussichtlich am 10./11.08. beim Stadtwerke Cup in Eutin und Malente folgen, bevor dann unser eigens Turnier, der Bargteheide Handball Cup am 17.08. in der Eckhorst Halle in Bargteheide folgt.

Bis dahin erst einmal allen schöne Ferien.

Spielerinnen: Maxi und Jule im Tor, Lian, Lisa O., Tessa, Greta, Celine, Anna Léna, Svea, Mona und Laureen im Feld

 

seit 11.06.2007!