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Saisonabschlussbericht Herren

Geschrieben von Kent. Veröffentlicht in Herren

Und schon wieder ist ein Jahr rum. Obwohl für uns Herren eigentlich noch ein Spiel aussteht und wir uns auf den Ausflug in die Heinrich Vogler Halle gefreut hatten, sehen wir aufgrund der aktuellen Situation nun dem Ende der Saison ins Auge. Das ist spielerisch schade, sind die Spiele gegen die Unioner Zweite doch immer äußerst freundschaftliche Begegnungen, gibt uns aber auch die Chance bereits jetzt einen Rückblick auf die vergangene Spielzeit zu werfen und den Saisonverlauf mit einer kritischen Zusammenfassung zu würdigen.

Dafür drehen wir die Uhr einmal zurück und schauen auf den Frühling im Jahr 2019. Wir standen als Tabellendritter mit 27:9 Punkten am Ende der Saison und freuten uns, den Aumühlern zumindest im Rückspiel die geklauten Punkte wieder abgeknöpft zu haben.
Mit der traditionellen Abschlussfahrt nach Dänemark stand ein mehr oder weniger erholsames Wochenende vor uns und ein schweißtreibender Sommer in und um den Bargteheider Sportplatz.

Das erste erwähnenswerte Ereignis stand inmitten der Sommerferien an, als wir als geschlossene Mannschaftsleistung das Deutsche Sportabzeichen ohne größere Verletzungen hinter uns brachten. Als wäre es gestern gewesen, stellen wir uns Lasse in guter alter Usain Bolt Manier beim Aufwärmen vor, während sich Ingo und Christian wie zwei kleine Jungs über die 50 Meter Sprint-Distanz freuen. Das war in der Tat das erste Erfolgserlebnis in sportlicher Hinsicht und ein motivierender Faktor für den guten Start in die Saison.
Nachtrag zum damaligen Bericht:
Joerg hat das Sportabzeichen bisher noch nicht selbstständig nachgeholt (Stand 28.02.20).

Kurz vor dem ersten Anpfiff ging es dann erneut nach Ahrensburg zum Turnier, bei dem wir unsere ersten Siege einfahren und uns wieder spielerisch aneinander gewöhnen konnten.
Mit den ersten positiven Ergebnissen im Gepäck standen wir nun vor dem ersten Spiel gegen Geesthacht und mussten uns einigen, was wir eigentlichen Erreichen wollten in den folgenden 14 Spielen.

Wie auch in den Jahren davor wurde sich schnell auf ein “oben mitspielen” geeinigt und so ging es auch schon los in der Saison 19/20.

Nun ja, spielerisch war die Hinrunde eigentlich relativ unspektakulär. Die größten Baustellen hatten wir zum einen in der Abwehr, die sich im Mittelblock aneinander gewöhnen und Abläufe automatisieren musste und zum anderen in der Beantwortung der Frage, wie viele 10-Tore-Kisten Johnny wohl bis zum Ende der Hinrunde auf dem Konto haben würde und wie er sich das als Student eigentlich leisten will.

Apropos Johnny: Sowohl im Leistungs-, als auch im Breitensport sind jedes Jahr Zu- und Abgänge zu verzeichnen, die unsererseits hier an geeigneter Stelle gewürdigt werden sollen:

Wir verabschiedeten (neben Johnny’s Kreuzband) in der letzten Saison Joni, Lasse, Thorsthen und im weiteren Sinne auch Jan im Tor, wobei dieser sich nach wie vor als Ersatzmann bereit hält und zum Ende der Saison uns doch nochmal hinter der Abwehr den Vorsprung über die Zeit gerettet hat.
Dazu gewinnen konnten wir wie bereits erwähnt Johnny, der seinen B-Mädels gefolgt ist und nun auch uns Herren mit seiner Erfahrung unterstützt. Die dabei erarbeiteten 10-Tore-Kisten freuten uns natürlich und halfen dabei, während der gesamten Hinrunde kein einziges Spiel zu verlieren. Außerdem bekamen wir im Tor Unterstützung von Marco, der sich als verlässliche Stütze zwischen den Pfosten erwies.

Die ersten 4 Spiele der Saison gewannen wir allesamt deutlich, bevor wir in Oldesloe dem alten Vfl, bzw. der neuen Unioner Ersten gegenüber standen. Eine rutschige Halle, ein gut stehender Keeper der Gastgeber und ein historisch freier Wurf links am Tor vorbei sorgten für den ersten (Achtung Spoiler: und einzigen) Punktverlust.
Den verlorenen Punkt als Anlass genommen revanchierten wir uns nur 7 Tage später bei der zweiten Unioner Mannschaft und erzielten mit einem 42:19 den höchsten Sieg der Saison, bei dem alle Spieler auf der Platte treffen konnten.

In der darauf folgenden 4 wöchigen Pause kam es zu einem weiteren Highlight, dem Freundschaftsspiel gegen die HSBA-Uni-Mannschaft, das eine gelungene Abwechslung für alle darstellte und in schöner Erinnerung bleibt.

Mit dem Besuch der Geesthachter in unserem Wohnzimmer rundeten wir die Hinrunde ab und standen ungeschlagen, nicht nur in der laufenden Saison sondern auch im gesamten Jahr 2019, an der Tabellenspitze. Zum ersten Mal seit ich-weiß-auch-nicht-wie-lange schafften wir es, ein gesamtes Kalenderjahr kein einziges Spiel zu verlieren.

Die gesamte Mannschaftsleistung steigerte sich bis zur Winterpause von Spiel zu Spiel, die Abwehr stand sicherer und auch im Angriff wurde kontinuierlich an effizienteren Abschlüssen und unserem gewohnten Tempospiel gearbeitet. Damit war das Ziel nun gesetzt, die Saison mit der weißen Weste zu Ende zu bringen und ungeschlagen Meister zu werden.

Mit dem Doppelspiel gegen Lauenburg, die sich während der Hinrunde erfolgreich vor uns drückten, läuteten wir die Rückrunde mit zwei Spielen gegen den gleichen Gegner ein, die trotz ähnlichen Ergebnissen unterschiedlicher nicht hätten sein können. Dieselbe Mannschaft, die bei uns zu Gast völlig ungefährlich mit einem 8 Mann Kader antrat, verlangte uns nur 7 Tage später am Hasenberg sowohl körperlich als auch spielerisch alles ab und bescherte uns unglücklicherweise die einzig größere Verletzung dieser Saison in Form von Johnny’s Kreuzband.

Somit war der Februar plötzlich “der Monat der Entscheidung”, bei dem wir trotz schwierigem Kaderstand gegen die HSG 404 und Aumühle ran mussten, beides Mannschaften, die uns nur zu gerne Punkte klauen.

Mit einem verschmitzten Grinsen kann festgestellt werden, dass beide Mannschaften es dennoch nicht schafften, uns dieses Jahr gefährlich zu werden und wir bei beiden Duellen kämpferisch und spielerisch die Nase vorn behielten.

Mit dem letzten Auswärtssieg gegen Aumühle stand endlich der Saisonausgang fest und wir waren offiziell uneinholbar Spitzenreiter. Und obwohl die Aumühler wie üblich alles gaben, um uns am Sieg zu hindern, blieben wir auch Auswärts die gesamte Saison ungeschlagen.

Mit dem letzten Heimspiel gegen die Unioner Erste revanchierten wir uns für die Punktabgabe im Hinspiel und feierten vor heimischen Publikum den Meistertitel, der seit 3 Jahren abstinenz nun wieder den Weg nach Bargteheide gefunden hat.

Nach kurzer Absprache des Trainerteams, Mannschaftsrat und Kader wurde einheitlich beschlossen, den Titel dieses Jahr als Zeichen zu sehen und den Weg nach oben zu suchen. Zwar steht noch in den Sternen, ob und wie die Aufstiegsquali dieses Jahr ablaufen wird, wir werden es aber irgendwie versuchen.

Wer die gesamte Saison im Schnitt mit 8 Toren gewinnt, der sollte zumindest mal probieren, höher mitzuspielen.

Um auch spielerisch Bilanz zu ziehen, soll an dieser Stelle kein allzu großer Einblick und unsere taktischen Finessen, die wir zweifelsohne haben, gewährt werden. Es bleiben im Ergebnis dieselben Baustellen, wie zu Beginn der Saison:

Die Abwehr muss konstant sicherer Stehen und im Angriff bedarf es konsequenterer Abschlüsse und der Besinnung auf druckvolles Durchspielen.

Nichtsdestotrotz steht als Säule des Erfolgs unser geschlossener Kampfgeist, der egal in welcher Tagesform abrufbereit ist. Dieser sicherte uns auch in spielerisch schwächeren Spielen immer die Punkte und war der Erfolgsgarant diese Saison.

Der sonstige Saisonhöhepunkt und -Absch(l)uss, den unser Abschlussfahrtkomitee, in persona Nils, dieses Jahr in Dänemark organisiert hat, fällt leider der Quarantäne zum Opfer und wird durch ein Mannschaftsgrillen zu gegebener Zeit ausgeglichen. Das ersetzt zwar nicht den Männerausflug, spart aber Geld für Größeres im nächsten Jahr ;-)

Zum Abschluss der Saison sollen in diesem Bericht auch Spieler geehrt werden, die in der Saison besonders hervorstachen:

Torschützenkönig: Johnny

Retter der weißen Weste: Joerg, Marco, Garlef, Jan mit unglaublich vielen Paraden in der gesamten Saison

Abschlussfahrtkomitee und Dänemarkspezialist: Nils

Strafkönig und finanzielle Stütze der Abschlussfahrt: Kent

Mannschaftsrat: Addy

Stärkster Tanker auf Halb-Rechts: Christoph

Ältester Spieler mit den meisten Toren: Christian

Schnellste Außenraketen (in Doppelbesetzung): Klinge und Ronny

Bestes Auge: Hoffi

Ruhigster Spieler (auf Deutsch): Henning

Bester Schütze am Kreis: Anton

Mr. 7-Meter: Andreas

Überzeugendste 5:1 Spitze: Andi (#Lauenburg)

Kontaktfreudigster Mittelblock: Torben

Koordinationstalent und Weihnachtsfeierkomitee: Benny

Nachwuchstalent: Basti

Bester Trainer der Kreisliga: Ingo

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern, Angehörigen, Sponsoren und der gesamten Handballabteilung für die Unterstützung der abgelaufenen Saison. Unser Wohnzimmer kann, wie wir immer wieder gezeigt haben, ein echter Hexenkessel werden, der zu 150% Leistung anspornt. Das freut uns außerordentlich und ist die Basis für das diesjährige Ergebnis.

Wir hoffen auf eine spannende, sportlich erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie kommende Saison und wünschen allen Mannschaften eine gute Vorbereitungszeit und Sommerpause.

Bis dahin, eure Kreismeister

seit 11.06.2007!