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Diebstahl beim doppelten 16:9

Geschrieben von Kent. Veröffentlicht in Herren

Nach einem ungefährdeten Heimsieg gegen die dezimierte Lauenburger Mannschaft ging es nun, nur 7 Tage später, kurz nach dem Frühstück zum Rückspiel an die Elbe. Die Mannschaft sollte nun bekannt sein, die Halle auch. Allen Nachfragen zum Trotze wurden die Auslaufflächen hinter und neben dem Spielfeld im Laufe des letzten Jahres nicht ausgebaut, sodass die 38 cm von Torauslinie bis Wand weiterhin als Auslaufzone reichen mussten. 

Während wir mit einer ähnlichen, wenn auch angeschlagenen Mannschaft antraten, schafften die Lauenburger es in der kurzen Zeit ihren Kader zu verdoppeln. Das führte erneut dazu, dass wir keine Ahnung hatten, wer da auf uns zukommt.

Durch den Ausfall von Hoffi (Knie) und den letzten Ausläufern von Christians Männerschnupfen strukturierten wir unsere Rückraummitte neu und stellten Johnny auf Mitte, mit Christoph und Kent auf den Halben.
Der erste Kontakt mit dem Gegner kam bereits vor dem Spiel zustande, durch die Bitte der Lauenburger Betreuerin, unsere mitgebrachte Getränkekiste doch außerhalb der Halle zu lagern und erst nach dem Spiel in der Kabine zu genießen. Gesagt getan, die Kiste stand nun in frischer Kühlung hinter der Notausgangtür - eine Entscheidung die wir später noch bereuen würden.
Ins Spiel ging es erneut vorsichtig - zu vorsichtig. Die Lauenburger schafften das erste Tor und einen deutlich besseren Start als letzte Woche. Plötzlich stand ein gleichwertiger Gegner vor uns, der richtig Bock hatte, uns in ihrer Halle die ersten Punkte dieses Jahr wegzunehmen.

Wir brauchten etwas Zeit, um uns an die harte Gangart der Lauenburger zu gewöhnen und mussten bereits nach wenigen Minuten die erste Verletzung hinnehmen, nachdem Yannick nach dem Torwurf unglücklich zu Fall gebracht wurde und sich sein Knie in sich etwas mehr verdrehte, als es sollte. So kam Andi zu seinem Comeback auf Rückraummitte und übernahm die operative Leitung auf dem Spielfeld.
Während der unruhigen Anfangsminuten war lediglich einer bei uns hellwach: Jörg nagelte hinten sein Tor dermaßen zu, hielt in der ersten Halbzeit nicht nur zwei 7-Meter, sondern auch 59% aller Bälle und brachte damit die Lauenburger Truppe an den Rand der Verzweiflung.

Mit der Stütze im Rücken und den daraus resultierenden Ballgewinnen schafften wir die Grundlage für die konsequenten Abschlüsse im Angriff und eine kompaktere Abwehrarbeit und konnten somit nicht nur in Führung gehen, sondern bis zur Halbzeit einen 8 Tore Vorsprung ausspielen. So ging es mit 16:9 in die Kabine.

Und auch in der zweiten Halbzeit zeigten wir eins unserer besten Spiele, sodass wir bereits nach 7 Minuten mit 22:9 führten und die Lauenburger zur Auszeit zwangen.
Dieser Puffer verschaffte uns etwas Luft zum ruhigeren Ausspielen, was sich in der Tat auch in vermehrten Konzentrationsschwierigkeiten zeigte,die die Lauenburger mit schnellen Kontern zu nutzen wussten. Aber auch Galef, der in der zweiten Spielhälfte das Tor behütete, schaffte es mit einer 64% Quote und seiner besten Saisonleistung, mehrere völlig freie Würfe und 7 Meter der Gastgeber zu entschärfen.

Die Lauenburger Abwehr, die sich zunehmend auf die Körper statt dem Ball konzentrierte, dezimierte sich zusehends selbst mit vielen 2 Minuten Strafen und infolgedessen auch einer roten Karte. Begünstigt durch die vielen 7 Meter, mehrheitlich durch Anton rausgeholt, der am Kreis immer wieder richtig stand und nur auf unfaire Art und Weise gestoppt werden konnte, hielten wir den Abstand aufrecht und gewannen auch die zweite Hälfte erneut mit 16:9 und damit die nächsten wichtigen 2 Punkte.

Die Freude über den Sieg hielt allerdings nur kurz, denn die anfangs erwähnte Kiste, die wir über die gesamte Spielzeit sicher hinter der Notausgangstür wähnten, war nach Spielende plötzlich nicht mehr aufzufinden. Was normalerweise vom Straßenverkehrsamt mit einem Ticket belegt wird, schien hier aufgrund der Dringlichkeit des versperrten Rettungswegs direkt zu einem Abschleppen geführt zu haben. Unglaublich.
Trotz sofortiger Suche wurde kein adäquater Ersatz, geschweige denn das Original gefunden und zwang uns zur (er)nüchternden Abreise.

Zu allem Überfluss scheint Johnny's Knie tatsächlich wieder ernster verletzt zu sein als zunächst angenommen, gute Besserung und eine hoffentlich schnelle Genesung auch nochmal an dieser Stelle.
Lobend hervorzuheben ist zu guter letzt Benny, der sich anscheinend selbst in der Position sah, diese Saison noch nicht genügend Kisten gesponsert zu haben und in der vorletzten Spielminute seine Chance ergriff und bereits kurz vor seiner Einwechslung einen beherzten Schritt auf die Spielfläche setzte. Die daraus in logischer Konsequenz folgende 2-Minute Strafe kann aufgrund der Deutlichkeit nicht nur als selbige mit einer Kiste bestraft werden, sondern auch zu einer zweiten Kiste wegen Verweigerung der Einwechslung führen (Ich mach die Regeln ja nicht - ich interpretiere sie nur).

Dazu gibt es diese Woche einen weiteren Kistendebütanten, denn Christoph hat dank seiner überragenden 7-Meter Quote ganze 14 Tore auf dem Konto!
Nun ist ein Wochenende Pause, bevor es am 02.02.20 um 18:30 Uhr zuhause gegen TillsLöwen 3 rangeht.

Es spielten: Jörg und Garlef im Tor, Christoph (14/6), Kent (8), Andi (5), Addy (2), Klinge, Johnny, Anton (je 1), Benny, Henning und Christian mit Ingo auf der Bank.

 

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