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12.05.2019 künftige wJC-1 misst sich in der SH Liga Quali mit starken Gegnern

Geschrieben von Jan zF. Veröffentlicht in WJD-1

Am vergangenen Wochenende trat die WJC1 in der Vereinshalle von Lübeck 1876 zu den Qualifikationsspielen zur SH-Liga an. Die Devise war, mal zu schauen, wofür es reichen könnte und sich, wenn irgendwie möglich, für die zweite Runde zu qualifizieren.

Als erster Gegner stand der gastgebende Verein, Lübeck 1876, auf dem Programm, eine Mannschaft die komplett mit dem älteren Jahrgang der C-Jugend unterwegs ist, was man auch an den Körpern sehen konnte, besonders wenn man diese mit unseren Spielerinnen verglich, die alle junger Jahrgang der C-Jugend sind. Entsprechend kamen auch vor Anpfiff bereits bei einigen leichte Zweifel auf. Wir wollten trotzdem versuchen, alles zu geben und uns nicht so leicht unterkriegen lassen. Im ersten Spiel sah man aber gerade im Angriff noch deutlich die Hemmungen, gegen die kräftigeren Gegenspielerinnen die entstehenden Lücken auszunutzen. In der Abwehr machten wir dafür unsere Sache schon ziemlich gut. Am Ende verloren wir das Spiel verdient mit 6:10 nach zwischenzeitlich bereits höherem Rückstand.

Wir wussten nun aber, was zu tun ist. Es wurde kleinere Korrekturen an der Abwehr vorgenommen, indem wir uns insgesamt offensiver ausrichteten. Darüber hinaus wurden die Spielerinnen weiter ermutigt, in die Lücken zu stoßen und Zutrauen in die eigenen Stärken zu finden.

Resultat dieses Konstrukts war unsere wohl beste Leistung an diesem Wochenende, bei der wir den ATSV Stockelsdorf mehr als nur ein bisschen ärgern konnten. Mit einer grandiosen kämpferischen Einstellung kämpften wir uns nach einem 4 Tore Rückstand wieder  auf ein Tor heran und hatten mit Anpfiff beim Stand von 10:11 mit einem direkten Freiwurf noch Ausgleichschance, die Marla nur ganz knapp verpasste. Die Enttäuschung war natürlich spürbar, aber spätestens jetzt wussten wir, dass wir mithalten können, wenngleich wir dafür 150 % Einsatz geben mussten.

…Umso unerklärlicher dann die Leistung im dritten Spiel gegen MTV Lübeck, die Mannschaft gegen die man körperlich eigentlich am ehesten auf Augenhöhe war, da sie auch ausschließlich junge Jahrgänge in ihren Reihen hatten. Wir nahmen uns eine kollektive Auszeit, beschäftigten uns viel zu sehr damit, uns selbst zu bemitleiden und verloren völlig verdient und in der Höhe fast noch glimpflich mit 11:5. Was nach dem Spiel dazu gesagt wurde bleibt in der Kabine, denn das Spiel wurde nach der Sofortauswertung zu den Akten gelegt und dort bleibt es auch.

Blieb für den Samstag nur noch das Spiel gegen Bad Schwartau. Dort waren die Rollen sehr klar verteilt. Bad Schwartau wechselte schnell durch und lief trotz des vermeintlich engen Endergebnisses von 8:6 nie Gefahr, das Spiel zu verlieren. Trotzdem präsentierten wir bereits hier wieder einen deutlich größeren Willen als im Spiel zuvor.

Über den ersten Turniertag sammelten wir leider auch bereits wieder gefühlte 15 Übertritte, die uns teilweise um den Lohn für unsere harte Arbeit brachten.

Am Sonntag ging es mit dem Spiel gegen die HSG Wagrien weiter. Man merkte der Mannschaft an, dass sie das Weiterkommen noch nicht aufgegeben hatten und versuchten alles das umzusetzen, was besonders nach dem MTV Spiel angesprochen worden war. Wir führten in diesem Spiel sogar lange Zeit und langen nach 14 Minuten noch immer mit einem Tor vorn. Dann wurde Marla in einer unglücklichen Situation bei einem Kontakt in der Luft beim Sprungwurf leider aus dem Gleichgewicht gebracht und schlug mit dem Hinterkopf auf dem (in dieser Halle sehr harten) Hallenboden auf. Für Marla ging es nicht mehr weiter und sie musste den Weg zum Arzt antreten, der eine Schädelprellung diagnostizierte. Gute Besserung weiterhin an dieser Stelle!!! Vielen Dank auch an das Trainerteam von Wagrien, die auch sofort helfend zur Stelle waren. Mit nun noch weiter ausgedünntem Kader und praktisch nur noch einer Rückraumbesetzung ging es nach einem kurzen Moment der Schockstarre in die letzten beiden Spiele, die man nun für Marla noch umso mehr gewinnen wollte. So traten wir dann im Spiel gegen die HSG Ostsee auch auf und holten alles heraus, was der Tank noch hergab. Bis zur 13. Minute stand es noch unentschieden, bevor wir abreißen lassen mussten, weil die Kraft nicht mehr reichte. Wir verloren schlussendlich mit 9:7, wobei wir den Gegner lange Zeit schlecht aussehen lassen konnten. Auch im letzten Spiel gegen Henstedt-Ulzburg versuchten wir noch einmal alles auf die Platte zu legen aber hier war gerade dem Rückraum bereits nach 5 Minuten anzumerken, dass einfach die Kräfte am Ende waren. Nachvollziehbar wenn man bedenkt, dass der Rückraum ausschließlich noch aus Lian (die angeschlagen war) und Mona und Caro (die ein enorm laufintensives Spiel ablieferten) bestand. Beim Stand von 10:4 in der 16. Minute war das Spiel eigentlich gelaufen, es wurde in ungewohnter Konstellation gespielt, um Teilen des Rückraums Entlastung zu geben, damit sich nicht noch jemand verletzte  und in der Auszeit wurde angesagt, das Spiel jetzt nach vorn langsam zu machen. Aber was die Mannschaft tat, war exakt das Gegenteil und in diesem Fall war genau das das vielleicht Beeindruckenste an der Leistung des Wochenendes. Die Spielerinnen versuchten bis zur letzten Sekunde ihre Chance mit Tempo nach vorn zu nutzen. So verkürzten wir tatsächlich noch einmal auf 10:8 in der 19. Minute, bevor das Spiel mit 12:9 endete.

Auch wenn wir unter dem Strich keines unserer Spiele gewonnen haben, konnten wir durch unsere kämpferische Einstellung und teils knappe Ergebnisse dennoch an einigen Stellen (und nachweislich auch bei einigen Gegnern) Eindruck hinterlassen, zumal alle Gegner, außer dem MTV Lübeck, einige ältere Spielerinnen dabei hatten, die dort auch überwiegend das Spiel machten und die Tore erzielten. Wir werden definitiv wiederkommen!

Vielen Dank für die Unterstützung von der Tribüne aus, wo uns, wie man aus sicherer Quelle sagen kann, zeitweise nicht nur unsere eigenen Fans die Daumen drückten.

Glückwunsch an Bad Schwartau und Lübeck 1876, die den geteilten ersten Platz erreichten, aber auch an den MTV Lübeck, die auch mit einer Mannschaft im jungen Jahrgang den dritten Platz erobern konnten.

Spielerinnen (Tore in Klammern):

Maxi und Jule (beide unsere wie immer sicheren Rückhalte im Tor), Lian (10), Caro (4), Lisa (1), Tessa (13), Greta, Celine (4), Anna Léna (2), Svea (8), Marla (7), Mona (1)

 

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