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05.01.2019 wJD-1 erringt den A-Pokal-Sieg beim Tills Löwen Cup 2019

Geschrieben von Jan zF. Veröffentlicht in WJD-1

Eine absolute Bewährungsprobe stand für die WJD1 am vergangenen Samstag beim Tills Löwen Cup 2019 in Mölln auf dem Programm. Als traditionell sehr gut besetztes Turnier, konnten sich die Namen der gegnerischen Mannschaften sehen lassen. Gruppengegner waren unter anderem Holstein Kiel – Kronshagen (ungeschlagener Tabellenführer der Regionsliga Förde) und Hannover-Badenstedt (eine Mannschaft, die in den Punktspielen gegen Jungsmannschaften in der Regionsliga Hannover antritt). Im Vorhinein war dadurch schwer einzuschätzen, wie das Turnier verlaufen würde, denn in dieser Gruppenbesetzung hätte man sich auch schnell im B-Pokal wiederfinden können.

Wir starteten mit voller Kapelle in das erste Spiel gegen Holstein Kiel – Kronshagen, wo wir in den ersten 5 Minuten noch leichte Startschwierigkeiten hatten. Nach kleineren Korrekturen im Stellungsspiel der Abwehr und gegen die Würfe von außen kam der Express allerdings immer mehr ins Rollen. Man konnte direkt im ersten Spiel feststellen, dass wir mit dem notwendigen Willen und der Einsatzbereitschaft ausgestattet waren, um heute eine gute Rolle zu spielen. So konnten wir dieses Spiel am Ende mit 12:8 für uns entscheiden, wobei die Kielerinnen dem Vernehmen nach auch nicht mit der vollen Mannschaft angetreten waren. Unser zweites Spiel gegen Hannover-Badenstedt sollte nicht minder anspruchsvoll werden. Wir waren uns sicher, dass diese Mannschaft vor allem auch die nötige körperliche Härte mitbringen würde. Gerade die schnelle Linksaußen fiel mit gutem Bewegungsablauf und harten, präzisen Torwürfen während des Turniers auf. Aber auch alle anderen gegnerischen Spielerinnen waren sehr agil, sodass wir frühzeitig attackieren mussten, was wir über weite Strecken des Spiels auch gut hinbekamen. Wurde eine unserer Abwehrspielerinnen ausgespielt, war häufig die Nebenspielerin zur Stelle, um auszuhelfen. Verglich man die heutige Beinarbeit in der Abwehr einmal mit dem Turnier in Travemünde, so war die Abwehr kaum wiederzuerkennen. Gerade auch die Absicherung am Kreis von Svea und Anna-Léna funktionierte wirklich gut. Nach großem Kampf konnten wir in einem sehr attraktiven Spiel auf Augenhöhe auch das zweite Spiel knapp mit 9:8 für uns entscheiden. Nun hatte man bei noch einem ausstehenden Gruppenspiel gegen Tills Löwen II die Chance auf den Gruppensieg, um dem Gruppenersten der Parallelgruppe im Halbfinale aus dem Weg zu gehen. Gesagt, getan – wir gewannen das letzte Gruppenspiel ungefährdet mit 12:1 und bekamen demensprechend die Mannschaft der HL Buchholz Rosengarten als Halbfinalgegner zugeteilt. Aus dem bisherigen Turnierverlauf war abzusehen, dass viel über die gegnerische Rückraummitte laufen würde, die mit ihren wieselflinken Richtungswechseln auch Caro vor die eine oder andere Herausforderung stellte. Nachdem wir uns darauf eingestellt hatten, könnten wir uns allerdings kontinuierlich absetzen und entschieden das Spiel am Ende doch deutlich mit 8:3 für uns.

Was das bedeutete, war spätestens jetzt jedem klar. Wir durften im A-Pokal-Finale gegen die uns gut bekannte Mannschaft von Tills Löwen I antreten. Nach und nach sickerte durch, dass die Finalspiele mit einem besonderen Prozedere ablaufen würden (Einlaufen mit Discokugel, namentliche Vorstellung, usw.). Bei den Spielerinnen konnte man die Nervosität nach und nach steigen spüren. Gerade die Frage, wie man denn nun am besten elegant einlaufen sollte, machte die Runde. Die Pause bis zum Finale wurde unter anderem mit einem kurzen Dänischkurs durch die E-Jugend Jungs von Kerteminde für die Trainer überbrückt, wodurch wir nun gelernt haben, dass „röd gröd med flode“ auf Deutsch „Rote Grütze mit Soße“ heißt (nur als kleiner Fun-Fact am Rande). Dieses Wissen werden wir sicherlich spätestens an Ostern in Holstebro gewinnbringend verwenden können. Auch das ist Handball und führt zu interkulturellem Austausch und guter Stimmung. 

Anschließend hieß es für die Mannschaft, sich langsam auf das Endspiel vorzubereiten. Nach einer kurzen Frischluftkur vor der Tür der Halle ging es zum Aufwärmen. Bevor das Einlaufprozedere startete, musste vereinzelt noch etwas Mut zugesprochen werden, was aber offensichtlich gut funktionierte. Man merkte schon, dass es ein besonderes Spiel war, zumal die Halle auch gut gefüllt war. Nachdem der Schlachtruf noch etwas verunglückte, was aber aufgrund der Lautstärke in der Halle vermutlich sowieso niemand mitbekam, startete das Spiel sehr ausgeglichen. Mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich aber unsere Abwehr immer mehr. Wir attackierten die Rückraumspielerinnen frühzeitig und auch bei den Anspielen zum Kreis hatten wir häufig die Finger zwischen Ball und Gegnerin. Die gelungene Abwehrarbeit, war der Grundstein für den Erfolg und führte uns zu einigen guten Möglichkeiten im Angriffsspiel, die größtenteils genutzt werden konnten. Dadurch konnten wir uns leicht absetzen und entschieden das Finale mit 7:3 für uns, wodurch die Freude bei den Spielerinnen natürlich riesig war. Bei der anschließenden Siegerehrung konnte man die Siegershirts, den Siegerpokal und darüber hinaus durch Noemy auch den kleinen Pokal für die „Spielerin des Finales“ in Empfang nehmen.

Da wir ja manchmal an dieser Stelle auch unseren Unmut äußern, möchte ich konsequenterweise heute im Umkehrschluss auch einige Dinge loben:

Das Finalspiel (wie auch unsere anderen Spiele) war sehr fair geführt – auf beiden Seiten wurde zugefasst, aber eben nicht unfair. Außerdem waren ganz besonders die Schiedsrichterleistungen sehr gut. Verschiedene Meinungen wird es vereinzelt im Handball immer geben, aber auffällig war, dass die Schiedsrichter den Spielerinnen und Trainern, spätestens auf Nachfrage, stets erklärten, weshalb sie etwas gepfiffen hatten und eine klare Linie verfolgten. Dies passte zu einem stimmigen Gesamtbild eines gut organisierten und besetzten Turniers – daher vielen Dank an den Veranstalter.

Fazit für uns selbst: Wir haben heute den absoluten Willen gezeigt, unsere Spiele zu gewinnen und konnten eine sehr stabile Abwehr stellen, in der sich gegenseitig geholfen wurde(!). Was durchkam war häufig Beute für unsere guten Torhüterinnen. Im Angriffsspiel ist besonders auffällig, dass wir inzwischen von jeder Rückraumposition Torgefahr ausstrahlen können, was extrem wichtig ist, um Lücken in der Abwehr zu erzeugen und um die Außen und Kreisläufer einzusetzen. Dadurch waren die Spiele insgesamt auch anschaulich und machen Lust auf die Rückrunde. Man hatte den Eindruck, dass die kurze Weihnachtspause uns gut getan hat. Eine Sache, an der wir noch vermehrt arbeiten werden, ist unsere Außen noch mehr mit einzusetzen – ein Prozess, der aber nicht von heute auf morgen umsetzbar ist. Also folgende Marschroute: Den Turniersieg genießen und dann ab der kommenden Woche im Training weiter arbeiten um sich weiter zu verbessern.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Gruppenspiele

  1. HSG Holstein Kiel/Kronshagen – TSV Bargteheide                 8:12
  2. TSV Bargteheide – TV Hannover-Badenstedt                          9:8
  3. TSV Bargteheide – HSG Tills Löwen II                                    12:1

A-Pokal Halbfinale

TSV Bargteheide – HL Buchholz Rosengarten                          8:3

A-Pokal Finale

        HSG Tills Löwen 08 I – TSV Bargteheide                          3:7

Spielerinnen (Turniertore in Klammern): Maxi, Jule, Lian (7), Marla (11), Caro (2), Tessa (2), Celine (6), Anna-Léna (2), Svea (6), Celina, Noemy (12), Mona

 

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