MJC: Medizinische Abteilung stark beansprucht-Überharte Zweikämpfe an der dänischen Grenze fordern Tribut

Geschrieben von Ecki. Veröffentlicht in MJC

Am Samstagabend stand für unsere C-Jungs das schwere Auswärtsspiel bei der HSG Schafflund/Medelby an.

Nach einer stürmischen Anreise garniert mit einem Schneeschauer hinter Flensburg war nach 2 Stunden Fahrzeit endlich die wenig attraktive Halle im Sportzentrum Schafflund erreicht.

Die Aufwärmzeit war durch das vorherige Spiel etwas reduziert, so dass unser Warmlaufen im Kabinengang stattfand.

Gegen die groß gewachsenen und kräftigen HSG-Spieler kamen wir gut ins Spiel. Nach 12 Minuten stand es 7:5 und Alwin Berg, der HSG-Trainer nahm eine Auszeit, weil gegen seine Jungs schon dreimal Zeitspiel angezeigt worden war. Das zeigte, dass unsere Deckung so schlecht nicht stand. Im Angriff gelang es uns durch passende Auslöseaktionen gute Wurfmöglichkeiten zu kreieren, die wir leider nicht immer nutzen konnten. Entweder stand der starke gegnerische Torhüter im Weg oder das Torgehäuse. Dennoch hielten wir nach 17 Minuten noch ein 10:8. Die letzten Minuten vor der Pause mussten wir dann dem hohen Angriffstempo und der körperlichen Überlegenheit der Schafflunder Tribut zollen.

Besonders stark waren der Kreisläufer, der rechte Flügel und der Landesauswahlspieler auf Rückraum links.

Bei Halbzeit stand es 17:11. In der zweiten Halbzeit nahm das Unglück seinen Lauf. Nach 34 Minuten und einem 22:15 Zwischenstand war noch alles im Lot. Ein Doppelschlag zum 24:15 innerhalb von 20 Sekunden brach dann unseren Widerstand völlig. Über ein 28:18 nach 40 Minuten hieß es nach dem Schlusspfiff gar 36:21, ein Debakel.

Nicht ganz unschuldig daran war die überharte Gangart der HSG, so saßen bei Schlusspfiff 4 angeschlagene Spieler auf der Bank, was umso schwerer wog, da wir im Vorwege ja schon auf 3 verletzte Spieler verzichten mussten. Zum Ende hin fehlten somit auch die Wechselmöglichkeiten, insbesondere im Rückraum.

Die einseitig auf den Körper und nicht auf den Ball gerichtete Spielweise der HSG-Abwehr wurde progressiv nicht geahndet. Erstaunlich war auch die Schritte-Auslegung beim RM-Spieler aus Schafflund (scheinbar war Wandertag).

Nichtsdestotrotz soll das den klaren und verdienten Erfolg nicht schmälern.

Negativer Höhepunkt war dann noch eine rote Karte verknüpft mit einer blauen Karte nach Spielende gegen uns. Da kochten die Emotionen, des ohnehin nicht immer fairen HSG-Publikums, nochmal hoch. Selbst HVSH-Geschäftsführer Sascha Zollinger, der vor Ort war, meinte, eine rote Karte hätte es auch getan. Somit können wir nur hoffen, dass die angeschlagenen Spieler bis zum nächsten Heimspiel gegen den Tabellenletzten MTV Dänischenhagen am 21.3.19 um 17.30 Uhr im KGB fit sind.

Unsere Torschützen: Adrian Heuer 7, Tom Kalkmann 4, Lars Bosecke 4, Flo Leverenz 4, Fabian Hübner 1, Tim Klostermeyer 1. Außerdem am Start Jesse Nacke, Johann Kutsche, Darren Gretz und Noah Schlichthaber.

Im Tor taten Jacob Kutsche und Finn Knaack ihr Bestes um die Niederlage in Grenzen zu halten.